Powertrail 2015

Zusammen mit BrianEquator, escuco, avanc und SuchaBollek stand dieses Wochenende der Daltons Trail in Dessel (Belgien) auf dem Plan. Bei wunderbarem Ausflugswetter (38Grad) ging es für mich, aufgrund einer Panne, an Tag1 über 100km durch die belgische Provinz Antwerpen. An Tag2 folgten weitere 30km.

38 Grad im Schatten ist ganz schön warm
da hab ich noch mal Glück gehabt
Kurz vor der Wiedervereinigung

Während avanc, escuco und SuchaBollek bereits am freitagabend nach Dessel anreisten, ging es für BrianEquator und mich am frühen Samstag Vormittag auf den Weg nach Belgien wo wir nach 2,5 Stunden fahrt gegen 8:30Uhr eintrafen.

Nach einem kurzen Hallo wurden die Räder vorbereitet, gegen 9:00Uhr ging es, dann auf die ca. 75km lange Tour entlang der Kanäle (Dalton Trail 001 - GC4N66J). Aufgrund der Lage unseres Hotels starteten wir bei Dalton Trail 008 - GC4N68P, das es dadurch Probleme beim finden der Bonus Dosen geben könnte nahmen wir dabei in Kauf. Das finden der, erfreulicher Weise gut gewarteten Dosen, stellte uns vor keine großen Aufgaben, der sogenannte Beifang brachte uns teilweise an den Rand der Verzweiflung.

Gegen 10 Uhr dann die erste Pause, es gab Eis von SuchaBollek (danke dafür) und wir taten einen Glücksgriff mit dem ausgesuchten Kaffee. Es wurde uns angeboten, unsere leeren Wasserflaschen kostenlos mit gekühltem Wasser wieder aufzufüllen. Bei dem Wetter genau das richtige, war doch der erste Liter bereits ausgetrunken.

Bis km 30 lief es gut. Dann merkte ich , das meine Schaltung extrem hackte, teilweise die Kette blockierte. Eine kurzer Blick, Oh Schreck, ein halbes Kettenglied war gebrochen. Da wir uns weit ab jeglicher Zivilisation befanden, setzte ich meine Fahrt langsam fort. Ein Radfahrer, den wir unterwegs ansprachen, machte uns wenig Hoffnung an einem Samstag Nachmittag das Rad noch repariert zu bekommen, erklärte uns aber grob den Weg zu einer Werkstatt.

Weitere 5 km entlang des Kanals (Dalton 070 - GC4N6GR) und es hieß Abschied nehmen. Während sich der Rest der Truppe eine kleine Stärkung gönnte, ging es für mich zur Werkstatt, dort angekommen, leider geschlossen. Ich musste eine Entscheidung treffen, das die Kette den Rest der Tour halten würde bezweifelte ich ganz stark. Bis zum Hotel waren es jetzt noch 12km Luftlinie. Den Rest informiert und in der Mittagshitze den Weg zum Hotel eingeschlagen. Ca. 6km (Luftlinie) vor dem Ziel passierte es dann, ich trat ins Leere und musste von nun an das Rad schieben. Wie mir ein Thermometer zeigte, bei mittlerweile 38°. Niemand der von mir angesprochenen Leute konnte wir Hoffnung auf eine geöffnete Werkstatt machen. 900 Meter vor dem Hotel sprach ich in einem Akt der Verzweiflung einen Radrennfahrer an der mir entgegen kam. Und ich hatte Glück, ca. 200 Meter weiter sollte eine Werkstatt sein, die aber nur noch ein paar Minuten geöffnet hatte. Besser noch, der Rennfahrer unterbrach sein Training und schob mich zur Werkstatt, an der ich 1 Minute vor Ladenschluss ankam.

Mir wurde geholfen, nach 15 Minuten war meine Kette geflickt, weiter zum Hotel  Kurz überlegt, Duschen und Biergarten oder versuchen die Kollegen wieder einzuholen. Ich entschied mich für Option 2. Schnell die mittlerweile verbrauchten Wasservorräte ersetzt. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, erging es dem Rest auch nicht besser, hier musste man sich jedoch Wasser erbetteln ;-).

Ich entschied mich dazu, die Runde entgegengesetzt zu fahren, ein Stück abzukürzen und hatte Hoffnung, bei spätestens Dose 170 wieder auf die Truppe zu treffen. Aber Abkürze ist immer so eine Sache, gerade wenn man einen Kanal an einer Stelle überqueren möchte an der keine Brücke gebaut wurde. Bei 170 waren meine Mitstreiter mittlerweile angekommen, ich bei 174. Leider auf der falschen Kanalseite, also wieder zurück zur nächsten Brücke. Und hier entschied ich mich zu warten. Die Füße baumelten im kühlen Kanalwasser, 15 Minuten später erblickte ich meine Freunde.

Kurze Pause und wir machten uns auf das letzte Stück. Dose für Dose wurde gefunden, BrianEquator erriet die fehlende Zahl des Bonuscache. Wir erklimmten einen Aussichtsturm (217 Stufen, 35 Meter).

Jetzt standen nur noch die Dosen 001 bis 007 auf dem Zettel. Und escuco staunte nicht schlecht, als er das Logbuch betrachtete, denn unsere Namen waren bereits eingetragen. Dose 001 bis 007 waren bereits von mir geloggt. Und so konnten wir die letzten Kilometer zum Hotel ohne weiteren Halt zurücklegen, wo jeder dankbar drüber wa. Gegen 21:30 Uhr erreichten wir unser Hotel.

Noch etwas gegessen, zwei belgische Bier (8,7% Alkohol) und der Tag war gelaufen.

Tag 2 begann nach dem frühstück wie Tag 1, auf dem Rad. Für heute standen weitere ~30km auf den Zettel. Um ~10:30Uhr ging es in der Nähe von Dalton 104 weiter. Wir liessen es gemütlich angehen und Dose für Dose wurde geloggt. Eine kurze Pause in einem Cafe. Und plötzlich wurde es windiger und wir mussten uns die letzten Kilometer gegen den Wind quälen.

Besonderheiten: cache.me blieb in einer Dornenranke hängen, auch in Belgien wird Geld aus Brüssel verschwendet (GCZB57) und Frau escuco bekommt ein eBike ;-)

Etwa um 16:00Uhr trafen wir wieder am cachemobil ein, verluden die Räder und machten uns auf dem Rückweg